Archiv des Autors: Team Redaktion

Jahrestagungen der 1. WVPM 2023 in Berlin und 2024 in Wien

Beide Jahrestagungen standen unter dem Motto „Wege zum ressourceneffizienten Bauen“.

In Berlin stellte Claus Friedrichs von Architects for Future „10 Forderungen für eine gelungene Bauwende“ auf. In dem Themenblock Infrastruktur diskutierten Mitglieder und Gäste die Taxonomie und Nachhaltigkeit im Schienennetz der DB mit Dr. Alexander Nolte (DB Netz AG), den innovativen Schnellbrückenbau der Heitkamp Brückenbau GmbH als Lösung bei der Instandsetzung von verkehrlicher Infrastruktur vorgestellt von Herrn Thorsten Balder sowie die Anwendung des CO2-Äquivalentes als Vergabe-kriterium für Infrastrukturprojekte, erläutert von Frau Marieke Tiede, Hochtief PPP Solutions. mehr lesen

Jahrestagung 2022 der 1WVPM in Berlin

„Aufbruch zum ressourceneffizienten Bauen“ war das Tagungsthema der 1. Wissenschaftlichen Vereinigung Projektmanagement in Berlin: Sustainable Development Goals, ESG-Reporting, Nachhaltigkeit und Taxonomie aus Sicht der Bauwirtschaft, Zirkuläres Bauen oder Aspekte der Nachhaltigkeit in Vergabeverfahren gehörten zu den vielfältigen Themen mit denen sich Gäste und Mitglieder der 1WVPM am 20. und 21.10.2022 in Berlin auseinandersetzten. mehr lesen

Integrierte Projektabwicklung | Schnelleinsteig für Bauherren, Architekten und Ingenieure 

IPA bekannter zu machen, die Begeisterung dafür zu teilen und Denkanstöße für eine innovative Abwicklung komplexer Bauprojekte zu geben sind die Intentionen von Simon Christian Becker und Prof. Horst Roman-Müller.

In diesem Schnelleinstieg haben die beiden Autoren alles aktuell Wissenswerte zusammengefasst: Von den Charakteristika der Integrierten Projektabwicklung (IPA) über die Projektkultur und das Management bei IPA-Projekten, dem Vergütungs- und Anreizmodell bis hin zu den Funktionen und Regelungsmechanismen des Mehrparteienvertrags wie auch der Ausschreibung und Vergabe für IPA-Projekte. Das alles und noch einiges mehr ist nachzulesen bei Springer Vieweg, https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-38254-4. mehr lesen

Partnering- und Alliancing- Modelle als Zukunftsbild? – Contra!

Integrierte Projektabwicklungsmodelle sind in aller Munde und scheinen die Lösung für Abwicklungsprobleme von Großprojekten zu sein. Aber ist das wirklich so? Um der Antwort auf diese Frage etwas näher zu kommen, hat der Vorstand der 1WVPM zur diesjährigen Jahrestagung einen Referenten gesucht, der bewusst eine Kontraposition einnimmt. RA Dr. Walter Klein hat die Herausforderung angenommen und seinen Vortrag in nachfolgendem Beitrag zusammengefasst. mehr lesen

Evaluation ökologischer Nachhaltigkeit von Hochbauprojekten anhand von Bauprozessen

Von Benjamin Slosharek

Benjamin Slosharek MSc.

Der Gebäudesektor spielt hinsichtlich des Ressourcenverbrauches, des Emissionsausstoßes und des Abfallaufkommens eine zentrale Rolle für globale Nachhaltigkeit. Die ökologische Nachhaltigkeitsbetrachtung basiert auf einem Lebenszyklusmodell und teilt die Lebensphasen eines Gebäudes in unterschiedliche Teilabschnitte ein. Eine bisher vernachlässigte Lebensphase in diesen Betrachtungen ist die Errichtungsphase. mehr lesen

Entwicklung eines Prämiensystems zur Berücksichtigung der Bauprozessqualität in Bauverträgen

Von Dr. Nathalie Simon

Dr.-Ing. Nathalie Simon

Obwohl Vertragsparteien gemeinhin häufig auch als Vertragspartner bezeichnet werden, wird insbesondere bei der Abwicklung von Bauverträgen häufig gerade keine partnerschaftliche Zusammenarbeit gepflegt. Divergierende Interessen und opportunistisches Verhalten der Beteiligten führen nicht selten zu in höchstem Maße konfrontativ geprägten Auseinandersetzungen, eklatanten Mehrkosten und signifikanten Terminüberschreitungen. Insbesondere große und komplexe Bauprojekte in Deutschland sind diesbezüglich regelmäßig negativer Kritik der Öffentlichkeit ausgesetzt. mehr lesen

Building Information Modeling im Brandschutz

Von Larissa Schneiderbauer

Dipl.-Ing. Larissa Schneiderbauer, BSc

Für den integralen Brandschutz – eine oftmals als Kostentreiber geltende Thematik im Planungs- und Bauprozess – bestehen durch BIM zahlreiche Potentiale digitale Gebäudemodelle für sich zu nutzen. Die Bedeutung der integra­len Brandschutzplanung zeigt sich u.a. in der Genehmigungsphase, bei welcher der Brandschutz durch den Umfang festgelegter Anforderungen eine wesentliche Signifikanz einnimmt. Aus diesem Grund wurde im Rahmen dieser Masterarbeit untersucht, wie durch die Nutzung von digitalen Gebäudemodellen und (teil-)automatisierter Über­prüfungen von brandschutzrechtlichen Anforderungen die Digitalisierung des traditionellen und überwiegend in Papierform abgewickelten Genehmigungsverfahrens gefördert werden kann. mehr lesen

Bewertungssystem zur Entscheidungsunterstützung für Fabrikgebäudeanpassungen auf Basis von Building Information Modeling

Dr.-Ing. Lisa Lenz

Die von Frau Dr.-Ing. Lisa Lenz im Rahmen des Graduiertenkollegs 2193 am Lehrstuhl Baubetrieb und Bauprozessmanagement der TU Dortmund verfasste Dissertation fokussiert, modellbasierte Entscheidungsunterstützungsmethoden zur Verkürzung und Effizienzsteigerung eines Fabrikanpassungsprozesses aus baulicher Sicht und damit zur Erhöhung der Anpassungsintelligenz von Fabriken. In diesem Kontext wurden insbesondere Prüfungsmöglichkeiten von geometrischen und qualitativen Randbedingungen, die Evaluation von Fabrikadaptionen in der Betriebsphase der Immobilie aus baulicher Sicht und Interdependenzen zu anderen Disziplinen in der Fabrik untersucht. mehr lesen

BIM als Instrument zur Zertifizierung von Green Building: Eine Bewertung der Energiekategorie LEED, BREEAM und DGNB

von Scarlet Romano

Scarlet Romano

Die Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie steht vor wesentlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den drei nachhaltigen Säulen (sozial, wirtschaftlich und ökologisch), z.B. der Verringerung der CO2-Emissionen, dem Verbrauch von Energie und Rohstoffen, der Gestaltung nachhaltiger Städte und der Verbesserung der Methoden und Technologien zur Minimierung von Kosten- und Umweltproblemen.

Eine Alternative zur Bewältigung dieser Herausforderungen sind die Green Building Certifications (GBCs), wie z.B. Leadership in Energy and Environmental Design (LEED), Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology (BREEAM) und German Sustainable Building Council (DGNB), und die neuen Instrumente zur Unterstützung ihres Umsetzungsprozesses, wie z.B. BIM.

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Tragfähigkeit der Verwendung von BIM in den Prozess der Zertifizierung der Energiekategorie von LEED, BREEAM und DGNB für neue Projekte mit Hilfe einer Fallstudie das Projekt EUREF HAUS 12 – 13. Die Methodik, die zur Erreichung dieses Ziels festgelegt wurde, ist deskriptiv-explorativ und berücksichtigt vier Forschungstechniken, Bibliografieüberprüfung, semi-strukturierte Interviews, BIM-Fallstudienanalyse und Arbeitstreffen mit einem BIM-Experten. Diese Arbeit ist in fünf Kapitel gegliedert. Kapitel I erläutert den Forschungsumfang dieser Studie; Kapitel II betrachtet die Literaturrecherche; Kapitel III zeigt die Fallstudie; Kapitel IV stellt die Ergebnisse vor, und das letzte Kapitel enthält die Schlussfolgerungen, Empfehlungen und die relevanten Themen, die in Zukunft untersucht werden sollen.

Die Ergebnisse zeigen, dass BIM den gesamten Energiebedarf von LEED, BREEAM und DGNB decken kann und dass trotz der Herausforderungen, die die Umsetzung von BIM in GBCs darstellt, die Vorteile davon die Effizienz dieses Prozesses deutlich erhöhen.

Der Zielsetzung von Verein und Förderpreis entsprechend vermittelt die 1WVPM gerne den Kontakt zur Autorin.

Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems zur Auswahl eines Projektabwicklungsmodells für Hochbauprojekte

Dennis Mayer

von Dennis Mayer

Kostenerhöhungen, Terminüberschreitungen und Streitigkeiten zwischen Projektbeteiligten, die nicht selten vor Gericht enden, sind Missstände die sich nicht nur bei großen Prestige-Projekten, sondern teils in den alltäglichen Arbeiten in der Bauindustrie finden.

Um unter diesen Voraussetzungen – projektbezogene Einflüsse und externe Rahmenbedingungen – möglichst effizient Bauprojekte abzuwickeln, sind Überlegungen zur Umsetzungs- und Abwicklungsstrategie der Bauprojekte unumgänglich.

Die vorliegende Masterarbeit setzt sich daher mit der Wahl der bauprojektspezifisch optimalen Projektabwicklungsform auseinander. Dabei werden maßgebliche traditionelle und innovative Elemente der Bauprojektabwicklung in Deutschland untersucht und eine mögliche Definition für Projektabwicklung als Kombination aus Vergabeart, Vertragsart und Unternehmereinsatzform herausgearbeitet.

Abbildung 1: Elemente der Projektabwicklung (innerer Ring), mögliche konventionelle Komponenten (mittlerer Ring) und mögliche innovative Komponenten (äußerer Ring)

Zur Wahl der Komponenten der Projektabwicklung wird die Nutzwertanalyse als Kern des Entscheidungsunterstützungssystems gewählt. Die Projektabwicklungsformen als Handlungsalternativen werden dabei mithilfe eines projektindividuell erweiterbaren Kriterienkatalogs bewertet und gewichtet. Die in fünf Hauptkriterien aufgeteilten Unterkriterien sind aufgrund der Vielzahl einzubeziehender Handlungsalternativen auf Basis vorhandener Forschungsergebnisse pauschalisiert bewertet, können jedoch projektspezifisch angepasst werden.

Abbildung 2: Beispielhaftes Ergebnis des Entscheidungsmodells

 

Ergänzt wird die Nutzwertanalyse um eine qualitative Bewertungsmatrix zur Wahl des geeignetsten Vergabeverfahrens eines Sektorenauftraggebers.

Insgesamt zielführend für eine effiziente Abwicklung eines Bauprojekts ist letztlich eine optimal auf das Projekt abgestimmte Projektabwicklungsform. Mit dem vorliegenden Entscheidungsunterstützungssystem können auf Basis der gegebenen und der beeinflussbaren Bedingungen eines Projekts die projektspezifisch optimalen Komponenten der Projektabwicklung ermittelt werden.

Der Zielsetzung von Verein und Förderpreis entsprechend vermittelt die 1WVPM gerne den Kontakt zum Autor.