Archiv der Kategorie: Fachbeiträge

Haben wir Bauprojektmanagement verlernt?

Projektmanagement und seine Methoden sind das Eine, ihre Anwendung das Andere: In der Praxis kommt es bei Bauprojekten ganz entscheidend auf den Bauherrn an, um wirkungsvolles Bauprojektmanagement überhaupt zu ermöglichen. Den Zusammenhang zwischen Bauherren(organisation) und Projektverlauf erläutert jetzt ein Video anschaulich in unter acht Minuten.

BIM als Instrument zur Zertifizierung von Green Building: Eine Bewertung der Energiekategorie LEED, BREEAM und DGNB

von Scarlet Romano

Scarlet Romano

Die Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie steht vor wesentlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den drei nachhaltigen Säulen (sozial, wirtschaftlich und ökologisch), z.B. der Verringerung der CO2-Emissionen, dem Verbrauch von Energie und Rohstoffen, der Gestaltung nachhaltiger Städte und der Verbesserung der Methoden und Technologien zur Minimierung von Kosten- und Umweltproblemen.

Eine Alternative zur Bewältigung dieser Herausforderungen sind die Green Building Certifications (GBCs), wie z.B. Leadership in Energy and Environmental Design (LEED), Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology (BREEAM) und German Sustainable Building Council (DGNB), und die neuen Instrumente zur Unterstützung ihres Umsetzungsprozesses, wie z.B. BIM. mehr lesen

Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems zur Auswahl eines Projektabwicklungsmodells für Hochbauprojekte

Dennis Mayer

von Dennis Mayer

Kostenerhöhungen, Terminüberschreitungen und Streitigkeiten zwischen Projektbeteiligten, die nicht selten vor Gericht enden, sind Missstände die sich nicht nur bei großen Prestige-Projekten, sondern teils in den alltäglichen Arbeiten in der Bauindustrie finden.

Um unter diesen Voraussetzungen – projektbezogene Einflüsse und externe Rahmenbedingungen – möglichst effizient Bauprojekte abzuwickeln, sind Überlegungen zur Umsetzungs- und Abwicklungsstrategie der Bauprojekte unumgänglich. mehr lesen

Vertragsergänzungen bei Bauzeitverzögerungen auf Ausführungsebene

Herausforderungen und Aufgabenstellungen des Projektsteuerers als direkter Erfüllungsgehilfe des öffentlichen Bauherrn im Falle eines länger andauernden Bauunterbrechungsszenarios

Laszló Alexander Kreysern

von Laszló Alexander Kreysern

Wie komplex und somit auch störungsanfällig großformatige Bauvorhaben sein können, beweisen aktuelle und prominente Großprojekte in der Bundesrepublik. Die Presse spricht in diesem Kontext von „peinlicher Normalität“ und bezieht sich damit insbesondere auf regelmäßig gesprengte Termin- und Kostenrahmen. Mögliche Auslöser für tiefgreifende Bauablaufstörungen sind dabei so vielseitig wie die daraus erwachsenden Konsequenzen für die am Projekt Beteiligten. Daraus erwächst die mit Sicherheit berechtigte Frage, weshalb es immer wieder zu derartigen Fehlentwicklungen bei Bauprojekten kommt. Fakt ist, dass das Risiko dieser Entwicklungen auch in Zukunft nicht vollkommen ausgeschlossen werden kann und sich daher zwangsläufig und vermehrt die Frage nach sich daraus ergebenden Maßnahmen stellt. Die Zeiten steigender Rechtsstreitigkeiten und einer überhitzten Baukonjunktur fordern ein Umdenken im Bauprojektmanagement und damit auch die Erarbeitung einer konfliktarmen und praktikablen Handlungsstrategie für den Fall eines eingetretenen Störungsszenarios auf Basis einer kooperativen Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Auftraggebern und Bauauftragnehmern. mehr lesen

Von Tesla Bauen lernen?

mit freundlicher Genehmigung von Robert und Andreas Wolf – The Wolfpack Berlin – (zum laufend aktualisierten Video-Channel)

Im Handelsblatt vom 02.10.2020 wird Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Worten zitiert, es freue sie, „… dass Brandenburg mit Tesla zeigt, wie man mit unseren Gesetzen und Fördermöglichkeiten auch in kurzer Zeit Dinge durchsetzen kann.“ Vor dem Hintergrund prominent gescheiterter Bauvorhaben auch aus der näheren Nachbarschaft ist diese Aussage zwar nicht zu beanstanden, mindestens gleichberechtigt sollte sie aber auch lauten: was man trotz unseren Gesetzen durchsetzen kann.

Tatsächlich können wir von Tesla lernen, und zwar in den Bereichen Übernahme von Verantwortung, Treffen von Entscheidungen und ihrer konsequenten Umsetzung. Das schließt die Bereitschaft zur Übernahme kalkulierbarer Risiken mit ein, was etwa den Baustart vor dem Vorliegen einer abschließenden Baugenehmigung betrifft. Brandenburg scheint hier schon von Tesla gelernt zu haben, wie unter verantwortungsvollem Ermessen Wege freigemacht werden können, die formal mit Steinen geradezu überschüttet sind. Das wirft die Frage auf, inwieweit die Notwendigkeit von Sonderwegen nicht zugleich zum Anerkenntnis führen sollte, dass die Hauptwege über die Jahre zu Irrwegen geworden, und grundlegend neu zu trassieren sind. mehr lesen

Mitglied der 1WVPM erhält Auszeichnung für sein Engagement in der Lehre

Prof. Roman-Müller mit der Urkunde des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst © Hochschulkommunikation | Hochschule RheinMain

Unser Mitglied Prof. Horst Roman-Müller erhielt am 2.9.2020 vom Präsidenten der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Detlev Reymann, eine Urkunde des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK), die sein Engagement in der Lehre ausdrücklich würdigt. Prof. Roman-Müller entwickelte ein neues Vorlesungskonzept für praxisnahes Projektmanagement am Bau, das sich für die Wettbewerbsrunde des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre 2020 qualifizierte und auf den vierten Platz kam. Die Preisjury – fünf Lehrende, fünf Studierende und eine Vertreterin des Ministeriums – überzeugte sich bei einem Vor-Ort-Besuch, erhielt viele Informationen und positive Eindrücke. Sie sprach sich dafür aus, sein Engagement in der Lehre mit einer Urkunde des Landes Hessen offiziell anzuerkennen. mehr lesen

Die ideale Bürgerbeteiligung

Ideale Bürgerbeteiligung beginnt mit der idealen Stadtverwaltung. Die ideale Stadtverwaltung schätzt ihre BürgerInnen ungemein: als Wissens- und Inspirationsquelle, als Beratungs- und Mitentscheidungsgremium. Die betreuenden MitarbeiterInnen sind offen für Neues, lieben flexible Prozesse, freuen sich auf experimentelle Verfahren und tragen mutige Ergebnisse aus voller Überzeugung mit. Die ideale Stadtverwaltung führt daher regelmäßig Partizipationsverfahren durch. Die Verfahren sind wirklich ergebnisoffen, der Spielraum für die Beteiligung ist klar definiert. Es geht nicht um reine Planauslegung, nicht um Pseudobeteiligung, nicht um das Sammeln utopischer Wünsche. Es geht um echte partizipative Arbeit an einer realen Aufgabe – mit dem Ziel, den schönsten gemeinsamen Nenner zu finden. mehr lesen

1WVPM auf TGA-Wirtschaftsforum in Frankfurt/M.

Am 19. und 20. November 2019 fand in Frankfurt am Main das 2. TGA-Wirtschaftsforum statt. Initiiert wurde es vom BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. Hochkarätige Referenten und Experten der unterschiedlichen Bereiche der Baubranche, insbesondere aus dem gebäudetechnischen Bereich widmeten sich den Themenblöcken Partnering, BIM sowie Behaglichkeit und Energieeffizienz.

Der BTGA veranstaltete den interdisziplinären Branchentreff gemeinsam mit dem Fachverband Gebäude-Klima e. V. (FGK) und dem Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte e. V. (RLT-Herstellerverband). Weitere Partner waren die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement e. V. (1.WVPM), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., der Zentrale Immobilien Ausschuss e. V. (ZIA) und die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AHK). mehr lesen

Entwicklung eines aktionalen Gestaltungsmodells zur Erhöhung der Prozess- und Ergebnisqualität in Großbauvorhaben (Balanced Resilient Performance)

Von Dr.-Ing. Martin Hiester, Träger des ersten Preises des Studienpreises 2019

Deutliche Fehlentwicklungen prägen derzeit das Bauprojektmanagement von Großprojekten in Deutschland. Berichte über exorbitante Terminverzögerungen, massive Kostenüberschreitungen und Konflikte zwischen den Projektbeteiligten bestimmen die Wahrnehmung zum Bauprojektmanagement von Großprojekten.

Die Ausführungen in der deutschsprachigen Literatur sowie die Wortmeldungen von Projektbeteiligten, der Politik und diverser Interessengruppen lassen kein einheitliches Bild zum Thema Großprojekte erkennen. Insgesamt sind die Darstellungen von Problemen wie auch Lösungsvorschlägen widersprüchlich, ungenau und unvollständig. Gleichzeitig spielt das Bauprojektmanagement von Großprojekten unter Berücksichtigung der damit verbundenen besonderen Gegebenheiten des deutschen Baumarktes bisher in der wissenschaftlichen Betrachtung eher eine untergeordnete Rolle. mehr lesen

Optimierung von Produktionsprozessen nach LEAN-Prinzipien unter Berücksichtigung von Störungen

Von Henrik Theodor Wasemann, Träger des zweiten Preises des Studienpreises 2019

LEAN-Prinzipien finden zunehmend Eingang in der Arbeitsvorbereitung von Bauvorhaben. Es geht um eine verbesserte Effizienz bei hoher Qualität und Termintreue. Essentiell ist in diesem Zusammenhang die Prozessstabilität einer Bauproduktion. Gerade der Tiefbau ist geprägt durch Störungen, bedingt durch abweichende Baugrundverhältnisse, Witterungseinflüsse und Bauablaufänderungen.