Preisträger des Studienpreises 2016 gewürdigt

Traditionell hat die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement ihre Jahrestagung genutzt, um Ihren Studienpreis zu verleihen. Im Rahmen des feierlichen Abendprogramms wurden Dr. Alexander Muhm und Matthias Wistuba (M. Sc.) geehrt. Moderiert von Prof. Dr. Florian Kluge und Prof. Dr. Alexander Malkwitz wurden die prämierten Arbeiten gewürdigt und die stolzen Preisträger erhielten Urkunde und Preisgeld.

Der Studienpreis wird seit 2013 jährlich ausgeschrieben und steht Dissertationen Master-, Bachelor-, und Diplomarbeiten aus dem Bereich Bau-Projektmanagement, Projektsteuerung und Projektentwicklung offen. Prämiert werden Arbeiten, denen es in besonderer Weise gelingt, aktuelle und relevante Fragen des Bau-Projektmanagements wissenschaftlich zu beleuchten und beispielhaft zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln.[...] mehr lesen

Ein multifunktionales Modell des Projektmanagements im Hochbau

von Arch. Dipl. Ing. Dr. techn. Alexander C. N. Muhm, 1. Preisträger des Studienpreises 2016 der 1. Wissenschaftlichen Vereinigung Projektmanagement e. V.

Die zunehmenden funktionalen Anforderungen an zeitgemässe Gebäude gehen mit einer steigenden Zahl beteiligter Akteure (oder Spezialisten) am Planungs- und Errichtungsprozess und somit einer notwendigen professionellen Koordination dieser Beteiligten einher, insbesondere auf Bauherrenseite. Diese Koordination wird allgemein unter den Begriff Projektmanagement des Bauherren gefasst. In der vorgestellten Arbeit, die 2014 im Springer Verlag als Buch mit dem Titel „Ein multifunktionales Modell des Projektmanagements im Hochbau“ erschienen ist, wird auf ein Prozessmodell für das Projektmanagement im Hochbau eingegangen, welches die Aufgaben der einzelnen Akteure und deren Handlungsspielräume von der Initiierung bis zum Abschluss der Gebäudeerrichtung umschreibt. Das Buch ist eine formal geringfügig verbesserte Fassung der 2013 an der Technischen Universität Wien abgeschlossenen Dissertation mit gleichem Titel.[...] mehr lesen

Empfehlungen der Reform-Kommission im Praxis-Check

Als Mitglied der Arbeitsgruppe Projektsteuerung innerhalb der „Reformkommission Bau von Großprojekten“ hat der Verfasser mit Dipl.-Ing. Harald Rohr, Leiter des Integrierten Facility Management der Fraport AG einen Methoden-Abgleich mit dem unter seiner Verantwortung errichteten Flugsteig A-Plus vorgenommen. Weil dabei ein hoher Grad an Übereinstimmung festgestellt werden konnte, bietet dieser Beitrag auch die Chance, ein Gefühl für die praktische Umsetzbarkeit der Empfehlungen zu erhalten, und so ihre konkrete Anwendung zu befördern.[...] mehr lesen

Thesenpapier zum Endbericht der Reformkommission

Unter der verantwortlichen Redaktion von Prof. Dr. Klaus Eschenbruch formuliert die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement (1. WVPM) neun Thesen zum Endbericht der Reformkommission Bau von Großprojekten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur:

1

Spektakuläre Fehlsteuerungen prägen die Großprojektabwicklung im In- und Ausland. Seit einigen Jahren häufen sich Hiobsbotschaften bei deutschen Großprojekten, wie etwa der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Berliner Großflughafen, Stuttgart 21, Bundesnachrichtendienst, Hochmoseltalbrücke oder generell dem Fernstraßenbau in Nordrhein-Westfallen. Dies war im Jahre 2013 Anlass für die Bundesregierung, über den Bundesverkehrsminister, vormals Herrn Ramsauer, später Herrn Dobrindt, die Reformkommission „BMVI, Bau von Großprojekten“ einzuberufen und zu leiten. Diese Reformkommission, bestehend aus 36 Mitgliedern, vornehmlich Verbandsvertretern, zum Teil auch Vertretern der Planungs- und Bauwirtschaft sowie Juristen, war aufgefordert, Probleme bei der Planung und Realisierung von Großprojekten zu ermitteln, Ursachen aufzuzeigen, sich mit möglichen Lösungen auseinanderzusetzen und Handlungsempfehlungen für mehr Kostenwahrheit, Kostentransparenz, Effizienz und Termintreue bei Großprojekten zu erarbeiten. Im Juni 2015 legte die Reformkommission ihren Endbericht vor; nach dessen Veröffentlichung hat die Reformkommission im Dezember 2015 die erste Phase ihrer Arbeit abgeschlossen. Der Endbericht enthält eine Vielzahl von Vorschlägen zur Prozessverbesserung über die gesamte Wertschöpfungskette von der Bedarfsermittlung bis zur Inbetriebnahme von Großprojekten. Zur Umsetzung organisierte sich die Reformkommission in 7 Arbeitsgruppen betreffend optimierte Planungsabläufe, BIM, Risikomanagement, Finanzierung, Recht, partnerschaftliche Projektzusammenarbeit und Projektsteuerung. Die auf ca. 100 Seiten zusammengetragenen Analysen und Empfehlungen sind in der Fachwelt auf ein unterschiedliches, überwiegend negatives Echo gestoßen.[...] mehr lesen

Neugründung des BIM Cluster Rhein-Ruhr

BIM – „Building Information Modeling“, auch Gebäudedatenmodellierung ist der internationale Begriff der Baubranche. Sie findet Anwendung sowohl im Bauwesen zur Bauplanung und -ausführung als auch im Facilitymanagement.

Anbieter und Auftraggeber von BIM-Leistungen, BIM-Anwender und –Entwickler schließen sich auf regionaler Ebene zusammen, um Veranstaltungen mit regionalem Bezug zu organisieren. Deutschlandweit wurden sechs regionale BIM-Initiativen gegründet. Diese finden Sie auf der Website von buildingsmart.[...] mehr lesen

Projektcontrolling 2.0 – weniger ist mehr

Wenn große Projekte in Schieflage geraden, ist der Ruf nach „mehr Transparenz“ nicht weit. Manch einer mag sich dabei an den Film „Didi der Doppelgänger (1984)“ erinnern, in dem das ahnungslose Double auch noch so kritischen Besprechungs-Situationen stets mit einem ernst vorgetragenen: „Ich brauche mehr Details“ entkommen konnte. Das führt zu der Frage: Welche Transparenz fehlt denn wirklich?

Schließlich verfügen gerade größere Organisationen heutzutage bereits über komplexe kaufmännische Systeme, die Unmengen an Detail-Informationen bis hin zur Einzelbuchung jederzeit transparent zur Analyse bereithalten. Daher ist wohl weniger von einem Transparenzproblem auszugehen, als vielmehr von einem Analyse- oder Verständnisproblem. Am Beispiel eines Röntgenbildes machen Röntgenstrahlen den Menschen zwar transparent, es bedarf aber erst einer medizinischen Ausbildung, um es verstehen, und die richtigen Schlüsse daraus ziehen zu können.[...] mehr lesen

Was macht aus der Vereinigung eine „Wissenschaftliche Vereinigung“?

Die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement hat das Ziel, insgesamt und langfristig das Bauprojektmanagement zu verbessern. Die Mitglieder der Vereinigung bringen hierzu ihren fachlichen Input aus langjähriger Berufserfahrung aus nahezu allen relevanten Themenfeldern des Bauprojektmanagement ein. Die Hochschullehrer unter den Mitgliedern stellen die Verbindung zur Wissenschaft her.

Mit Blick auf die nebenstehende Darstellung baut die Vereinigung damit die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis: Sie greift Praxisthemen auf, stimmt den wissenschaftlichen Bearbeitungsansatz unter den Mitgliedern ab und begleitet als „Coach“ die Lösungsentwicklung. Wissenschaft und Lehre profitieren von relevanten praktischen Fragestellungen, die Praxis von qualitativ hochwertigen Lösungsansätzen. Selbst größere und anspruchsvollere Themenkreise können einer Bearbeitung zugeführt werden, wenn diese etwa im Verbund bearbeitet werden oder gar in Forschungsprojekte münden.[...] mehr lesen

Zum zweiten Mal: Feierliche Verleihung des Studienpreises 2015

vlnr: Prof. Alexander Malkwitz, Prof. Felix Meckmann, Dr. Mathias Schaule, Prof. Florian Kluge

Zum zweiten Mal hat die 1. Wissenschaftliche Vereinigung ihren Studienpreis vergeben. Im Rahmen der diesjährigen Tagung am 05. und 06. Mai in Berlin konnten Prof. Dr. Florian Kluge und Prof. Dr. Alexander Malkwitz den strahlenden Preisträgern Urkunden und Preisgeld aushändigen. Eingebettet in das feierliche Vorabendprogramm des wissenschaftlichen Programms fanden die Preisträger ihre verdiente Anerkennung vor dem Publikum der Tagungsteilnehmer.

Der Studienpreis ist ausgeschrieben für Dissertationen Master-, Bachelor-, Diplom- Magister- und Studienarbeiten aus dem Bereich Bau-Projektmanagement, Projektsteuerung und Projektentwicklung. Prämiert werden Arbeiten, denen es in besonderer Weise gelingt, aktuelle und relevante Fragen des Bau-Projektmanagements wissenschaftlich zu beleuchten und beispielhaft zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln.[...] mehr lesen

Projektcontrolling aus Sicht des Auftraggebers – Transparenz mit Verstand

Tagungsbericht der Frühjahrestagung 2015 in Berlin

Die Diskussion über spektakuläre Projektkatastrophen sind inzwischen in hoher Zahl erfolgt. In der diesjährigen Jahrestagung wurden Ursachen für das Scheitern von Controllingsmaßnahmen aus Sicht des Auftraggebers analysiert und daraus Folgerungen für die Aufbau- und Ablauforganisation sowie erforderliche Steuerungsmechanismen aufgezeigt.

Referenten vlnr: Jürgen Lauber, Dr. Norbert Preuss, Dr. Ailke Heidemann, Prof. Horst Roman-Müller, Dr. Patrick Wenzel, Prof. Klaus Eschenbruch

Die Projektbesichtigung des Berliner Schlosses-Humboldt Forum war der Höhepunkt unserer diesjährigen Tagung. Das Projekt wurde in seinen projektspezifischen Einzelheiten dargestellt und in einer Baustellenführung erläutert.[...] mehr lesen

Änderungs- und Anforderungsmanagement

Wenn große Projekte in Schwierigkeiten geraten, sind i. d. R. ändernde Eingriffe des Bauherren mit im Spiel. Dies spricht für eine nähere Betrachtung des Änderungsverhaltens des Bauherren. Jede Änderung bezieht sich auf einen ungeänderten Ausgangs-Zustand, der offenbar irgendwann nicht (mehr) genügend geeignet erschien. Deshalb wäre eine Betrachtung des Änderungsverhaltens ohne die Auseinandersetzung mit der Ausgangs-Situation unvollständig. Im Kontext von Organisationen geht es deshalb hier ganzheitlich um Anforderungs- und Änderungsmanagement.[...] mehr lesen