Was in anderen Industriezweigen schon lange genutzt wird, findet langsam den Weg in die Bauwirtschaft. Das digitale Bauen und Simulieren von Herstellungsprozessen, wird in der Automobil- und Flugzeugwirtschaft seit Jahren erfolgreich angewendet. Eine ähnliche Methodik ist in der Bauwirtschaft und damit in der Unikatherstellung ebenfalls möglich. Das Building Information Modeling (BIM) bildet eine neue Methodik, mit der der gesamte Lebenszyklus eines Bauprojekts abgebildet wird, ab. Von der Idee bis hin zum Abriss können alle Information des Gebäudes in einem virtuellen Modell hinterlegt und transparent dargestellt werden. Die Autoren erläutern in diesem Artikel was BIM ist mit Berücksichtigung rechtlicher Fragestellungen.
Facility Information Management – Synergien aus BIM und FM frühzeitig nutzbar machen
Zurzeit ist BIM – Building Information Modelling – in aller Munde. Dabei bezieht sich die Diskussion vor allem auf die Planungsphase. Die Vorteile von BIM lassen sich jedoch erst realisieren, wenn der gesamte Lebenszyklus einer Immobilie betrachtet wird. Die Nutzungsphase muss demnach frühzeitig miteinbezogen werden. Wie sich die Einbindung des Facility Managements innerhalb der aktuellen BIM-Entwicklung darstellen lässt ist Thema dieses Beitrags.
Kontextuelles Projektmanagement für die Bau- und Immobilienwirtschaft
1. Kein Algorithmus für erfolgreiches Projektmanagement
Es gibt keine allgemein gültigen verallgemeinerungsfähigen Rezepte für erfolgreiches Projektmanagement. Es gibt sie genauso wenig, wie Algorithmen für eine erfolgreiche Betriebsführung. Die Betriebswirtschaftslehre hat zwar Regeln für erfolgreiche Unternehmensführung entworfen und mit Compliance-Systemen sogar absichern wollen. Die regelmäßig auftretenden Konjunkturzyklen und extreme Fehlsteuerungen, wie sie etwa mit der Finanzkrise über die Wirtschaft hereingebrochen sind, verdeutlichen aber, dass gravierende Fehlentwicklungen selbst in Bereichen nicht ausgeschlossen sind, die sich mithilfe mathematischer Modelle bis an die Grenze des Möglichen aufgerüstet haben. Entsprechende Entwicklungen zeigen sich derzeit beim Projektmanagement, wenn fehlgeschlagene Großprojekte wie die Elbphilharmonie oder aber der Flughafen Berlin Schönefeld im Fokus stehen. Die bei sozioökonomischen Vorgängen und Projekten des Bau- und Immobiliensektors anzutreffenden Unsicherheiten werden sich nie durch ein allgemein gültiges Modell oder Handlungsmuster beherrschen lassen.
Hard- und Softskills des Projektmanagements
Es ist eine wesentliche Erkenntnis der Projektwissenschaft, dass ungeachtet aller entwickelten Werkzeuge des Projektmanagements die wohl meisten Projekte ihre Ziele nicht erreichen, mithin fehlschlagen. Bei EDV-Projekten wird die Quote des Scheiterns mit mehr als 70 % angegeben. Bei reinen Bauprojekten verfehlen annähernd 50 % ihre Projektziele. Hiermit wächst auch die Erkenntnis, dass generell die Beachtung und der Einsatz sämtlicher entwickelter Werkzeuge des Projektmanagements einen Projekterfolg nicht sicherstellen kann. Dieser Befund mag mit dem Umstand in Zusammenhang stehen, dass sich national wie international noch keine einheitliche Theorie des Projektmanagements herausgebildet hat. Es gibt nur partielle, unvollständige Beschreibungsansätze dessen, was Projektmanagement ist und leisten kann.
Black Box BER – eine Rezension
Titel, Projekt, Autor und Aktualität hätten das Zeug für wesentlich mehr gehabt. Statt dessen wirkt das Buch, als hätte sich v. Gerkan einfach mal über’s Wochenende seinen Ärger von der Seele geschrieben. Das spiegelt sich sowohl im Aufbau, als auch in den sehr unterschiedlichen Kapitellängen wider, die teilweise nur wenige Zeilen umfassen. Das inhaltliche Spektrum ist breit und mag für den allgemeinen Leser interessant sein. Die Fachleserschaft findet indes nur eine gute Handvoll zugegebener Maßen gelungener Ausführungen. Diese Leser hätten sicher gerne mehr erfahren, und sei es nur, ob die „falsch“ gepflanzten Bäume nun eine vertragswidrige Leistung waren, oder nicht, und was die Objektüberwachung hierzu während der Ausführung unternommen hat. Derartige Fragen dürfen einfach nicht offen bleiben, wenn der Autor anhand solcher Beispiele die Stimmungsmache von Presse und Bauherr beklagt.
Neues Netzwerk für wissenschaftliches PM
Mit dem Ziel, das wissenschaftliche Projektmanagement zu fördern, wurde im Mai 2009 die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement gegründet. Die sieben Gründungsmitglieder – allesamt Entscheidungsträger in der Immobilienwirtschaft und Baubranche – wollen den wissenschaftlichen und internationalen Erfahrungsaustausch zu Projektmanagementsystemen und -lösungen vorantreiben, um zukunftsfähige Managementkonzepte zu entwickeln. Im Fokus der Aktivitäten stehen die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen und die Kooperation mit wissenschaftlichen Fachverbänden und Hochschulen.
Technische Gebäudeausrüstung als Risikofaktor in der Projektabwicklung
Tagungsbericht der Jahrestagung 2013 in Frankfurt/M.
Die Meldungen in den Medien über gescheiterte und gefährdete Großprojekte der Bauwirtschaft sind momentan so allgegenwärtig wie die Eurokrise. In zahlreichen Veranstaltungen werden die möglichen Ursachen, Folgen und Veränderungserfordernisse diskutiert.
Bei vielen gescheiterten oder gestörten Projekten liegen die Ursachen im Bereich der Planung und Ausführung der technischen Gebäudeausrüstung.
Prozessmanagement und Prozesssteuerung
Tagungsbericht der Jahrestagung 2012 in Düsseldorf
Bereits zum dritten Mal führte die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement in bewährtem Format ihre Jahrestagung durch. Nach Veranstaltungen in Hamburg (2010) und Berlin (2011) fand die diesjährige Tagung zum Thema „Prozessmanagement und Prozesssteuerung“ in Düsseldorf statt.
Am Abend des 23. Mai stand zunächst der informelle Austausch bei gleichzeitiger Versorgung des leiblichen Wohls im Vordergrund. In der Düsseldorfer Kochschule Schalljo trafen sich 20 eingeladene Experten des internationalen Projektmanagements und durften unter Anleitung von Küchenmeister Dieter Schalljo und Walter Volkmann ihre Expertise in praktischer Haute-Cuisine-Anwendung überführen. In entspannter Atmosphäre wurden erste Gespräche zu zentralen Fragen des Tagungsthemas geführt.
Projektmanagement – quo vadis
Tagungsbericht der Jahrestagung 2011 in Berlin
Am Abend des 23. März stand zunächst der informelle Austausch und der praxisnahe Diskurs unter Experten im Vordergrund. Neben den Mitgliedern der 1. Wissenschaftlichen Vereinigung waren 20 ausgewählte Führungspersönlichkeiten aus dem nationalen und internationalen Projektmanagement eingeladen, unter der Leitfrage „Projektmanagement – Quo vadis?“ zu diskutieren, welche aktuellen Entwicklungen das Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft nimmt und welche zukünftigen Tendenzen sich abzeichnen.
Aktuelle Themen des Projektmanagement
Tagungsbericht der Frühjahrestagung 2010 in Hamburg
Am 04. und 05. Mai 2010 führte die 1. wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement in der Hamburger Hafencity ihre diesjährige Frühjahrstagung durch. Nach einem informellen get-together unter Experten am Abend des 04. Mai standen am 05. Mai aktuelle Fragen des Projektmanagements im Fokus. In Räumlichkeiten der Commerz Real AG und unter Moderation des Präsidenten, Gerhard Daubendiek, tagten neben den Mitgliedern der Vereinigung ausgewählte Führungspersönlichkeiten aus dem nationalen und internationalen Projektmanagement. Das Programm umfasste neben vier Fachvorträgen zum Projektmanagement und einer intensiven Diskussion eine Besichtigung der Baustelle der Hamburger Elbphilharmonie.


